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Ausbildungswochenende 2026: Anmeldung für „Notfunk Grundmodul A“ in der Rhön gestartet

8. Februar 2026 Von plumpe.c

Es ist ein früher Morgen in einem Dorf in der Rhön. Langsam füllen sich Stühle in einem Schulungsraum. Auf dem Tisch liegen Funkgeräte, Notizblöcke und Handouts. Draußen beginnt der Tag, doch drinnen dreht sich alles um eine Frage: Wie bleibt Kommunikation stabil, wenn Handynetze, Internet und Telefon ausfallen?

Vom 1. bis 3. Mai 2026 veranstaltet Notfunk Deutschland e.V. ein Ausbildungswochenende mit dem Titel „Notfunk Grundmodul A“. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Vermittelt werden Grundlagen der strukturierten Kommunikation im Ereignisfall, technische Kenntnisse rund um den Amateurfunk und sicherer Umgang mit Funktechnik.



Hintergrund und Faktenlage

Notfunk bezeichnet den Einsatz von Funktechnik zur Kommunikation in Situationen, in denen reguläre Kommunikationsnetze wie Telefon, Mobilfunk oder Internet nicht funktionieren oder überlastet sind. Insbesondere Funkamateure stellen in solchen Fällen ihre technische Ausrüstung und ihr Wissen freiwillig zur Verfügung, um Informationen zu übermitteln und den Informationsfluss zwischen Behörden, Hilfsorganisationen und der Bevölkerung aufrechtzuerhalten.

Der gemeinnützige Verein Notfunk Deutschland e.V. hat sich der Förderung, Ausbildung und praktischen Anwendung von Notfunk in Deutschland verschrieben. Er entstand 2007 aus einer seit 2002 existierenden Interessengemeinschaft von Funkamateuren mit Fokus auf Notfallkommunikation.

Das nächste Ausbildungswochenende „Notfunk Grundmodul A“ findet vom 1. bis 3. Mai 2026 in Dalherda (Rhön) statt. Veranstalter ist Notfunk Deutschland e.V.; die Anmeldung ist auf der Vereinswebsite möglich. Detaillierte Programminhalte, Gebühren, Übernachtungsmodalitäten oder Angaben zu konkreten Ausbildern sind derzeit nicht vollständig öffentlich einsehbar. Diese Informationen konnten nicht abschließend verifiziert werden.


Was ist Notfunk?

Notfunk ist eine spezialisierte Form des Amateurfunks, die in Not- und Katastrophensituationen zur Kommunikation genutzt wird. Funkamateure unterstützen dabei Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS – Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) sowie andere Bedarfsträger, indem sie drahtlose Verbindungen bereitstellen, wenn andere Systeme versagen.

Nach Definition des Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) gliedert sich Notfunk in drei Bereiche:

  • Internationaler Notfunk: grenzüberschreitende Verbindungen bei großen Unglücken, z. B. über Kurzwelle (KW).
  • Nationaler Notfunk: Unterstützung von Behörden, Ministerien oder kritischen Infrastrukturen; erfordert meist vorherige Planung und Absprachen.
  • Welfare Traffic: klassische Nachbarschaftshilfe, etwa wenn Telefon- oder Mobilfunknetze ausfallen; betrieben über VHF/UHF.

Der Amateurfunkdienst ist laut Amateurfunkgesetz in Deutschland ein Funkdienst, der unter anderem zur Unterstützung von Hilfsaktionen in Not- und Katastrophenfällen genutzt werden kann.



Technische Grundlagen der strukturierten Kommunikation

Im Rahmen des Ausbildungswochenendes liegt der technische Schwerpunkt auf analoger Funktechnik im 70-cm-Band (UHF). Dieses Frequenzband wird im Amateurfunk häufig für lokale und regionale Sprachkommunikation genutzt, etwa über Simplex-Verbindungen oder Relais. Analoge Betriebsarten gelten als robust, übersichtlich in der Handhabung und mit einer breiten Auswahl an handelsüblichen Funkgeräten nutzbar. Sie eignen sich besonders für klare, kurze Meldungen und für strukturierte Abläufe im Ereignisfall.

Als Ausweichband wird das 2-m-Band (VHF) einbezogen. Auch dieses Band ist im Amateurfunk weit verbreitet und wird regelmäßig für Sprachfunkbetrieb genutzt, zum Beispiel für Koordination, Lagemeldungen und Statusmeldungen. Beide Bänder sind fester Bestandteil des analogen Sprechfunkbetriebs im Amateurfunk und bilden eine verlässliche Grundlage für einfache und nachvollziehbare Kommunikation.

Ergänzend werden Freenet und PMR446 berücksichtigt. Dabei handelt es sich um in Deutschland zulässige, lizenzfreie Funkdienste für die Kurzstreckenkommunikation. PMR446 ist weit verbreitet und in vielen handelsüblichen Handfunkgeräten verfügbar. Freenet ermöglicht ebenfalls Sprachkommunikation, ist jedoch auf bestimmte Frequenzbereiche beschränkt.

Der Einsatz dieser Funkdienste kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn keine Amateurfunkgeräte verfügbar sind oder wenn eine einfache Kommunikation mit nicht lizenzierten Teilnehmenden erforderlich ist. Sie ersetzen den Amateurfunk nicht, sondern ergänzen ihn als zusätzliche Option.

Der Fokus des Ausbildungsmoduls liegt bewusst auf strukturierter Sprachkommunikation. Dazu gehören klare und kurze Meldungen, feste Sprechregeln, bestätigte Übermittlung wichtiger Informationen sowie eine nachvollziehbare Protokollierung. Komplexe digitale Übertragungsverfahren stehen in diesem Modul nicht im Vordergrund. Diese Information konnte nicht abschließend verifiziert werden, da die öffentliche Ankündigung hierzu keine detaillierte Modulbeschreibung enthält.


BOS-Strukturen und Schnittstellen zum Notfunk

In Deutschland nutzen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) einen eigenen Funkdienst, den sogenannten BOS-Funk. Dieser dient der internen Kommunikation von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und weiteren Organisationen.

Seit einigen Jahren basiert der BOS-Funk auf einem bundesweiten digitalen Netz nach dem TETRA-Standard. Dieses Netz ermöglicht verschlüsselte und priorisierte Kommunikation für Einsatzkräfte.

Notfunkorganisationen wie Notfunk Deutschland e.V. arbeiten nicht innerhalb dieses BOS-Netzes, sondern ergänzen die Kommunikationslandschaft, indem sie unabhängige Funkverbindungen bereitstellen, wenn oder falls BOS-Netze nicht verfügbar oder überlastet sind. Die konkrete Ausgestaltung der Zusammenarbeit ist abhängig von regionalen Absprachen und Übungen. Diese Information konnte nicht abschließend verifiziert werden.


Eigenschutz und Sicherheit im Notfunk

Notfunk umfasst nicht nur Technik. Bei Einsätzen oder Übungen spielt der persönliche Schutz eine wichtige Rolle. Dazu zählen unter anderem:

  • Wahl sicherer Standorte für Funkbetrieb,
  • Beachtung elektrischer Sicherheit beim Aufbau von Antennen und Stromversorgung,
  • Umgang mit Stromquellen wie Aggregaten oder Akkus.

Diese Punkte gelten als allgemeine Sicherheitsgrundsätze im Amateurfunk- und Notfunkbereich. In der öffentlichen Ankündigung des Ausbildungswochenendes werden sie jedoch nicht im Detail benannt. Diese Information konnte nicht abschließend verifiziert werden.


Beteiligte und Aussagen

Veranstalter des Ausbildungswochenendes ist Notfunk Deutschland e.V., ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Wiesbaden. Der Verein widmet sich der Ausbildung von Funkamateuren und technikaffinen Ehrenamtlichen sowie der Unterstützung von Hilfsorganisationen und BOS bei Bedarf.

In der offiziellen Veranstaltungsankündigung heißt es, die Übungen seien „praxisnah und nah an der Realität“.


Bedeutung und Wirkung

Ein Ausbildungswochenende wie „Notfunk Grundmodul A“ verfolgt mehrere Ziele:

  • Es vermittelt grundlegende Kenntnisse für strukturierte Kommunikation in Ausnahmesituationen.
  • Es stärkt die Fähigkeiten von Ehrenamtlichen, technische Kommunikationsmittel sicher zu nutzen.
  • Es ergänzt bestehende Strukturen der Katastrophenvorsorge, ohne diese zu ersetzen.

In einer zunehmend vernetzten Gesellschaft, in der Kommunikationsinfrastrukturen ausfallen können, wird die Rolle von Funkamateuren oft als ergänzende Kommunikationsressource beschrieben, insbesondere auf lokaler und regionaler Ebene.


Fazit und Ausblick

Das Ausbildungswochenende „Notfunk Grundmodul A“ vom 1. bis 3. Mai 2026 in Dalherda/Rhön ist ein Angebot von Notfunk Deutschland e.V., das Grundlagenwissen zur strukturierten Kommunikation im Ereignisfall vermittelt. Die Anmeldung läuft über die offizielle Webseite des Vereins. Der Kurs verbindet technische Grundlagen, Praxisübungen und Einblicke in organisatorische Abläufe, die in Not- und Krisensituationen relevant sind.


FAQ

Wer kann am Ausbildungswochenende teilnehmen?
Die Veranstaltung richtet sich an Funkamateure, ehrenamtlich Engagierte und technisch Interessierte. Konkrete Teilnahmebedingungen stehen auf der Veranstaltungsseite.

Wann und wo findet das Wochenende statt?
Vom 1. bis 3. Mai 2026 in Dalherda, Gersfeld (Rhön).

Was sind die Lernziele?
Schwerpunkte sind strukturierte Kommunikation im Ereignisfall, technische Grundlagen und praktische Übungen.

Wie melde ich mich an?
Über das Anmeldeformular auf dieser Seite von Notfunk Deutschland e.V.

Ist Notfunk Teil des BOS-Funknetzes?
Nein. Notfunk arbeitet unabhängig von BOS-Strukturen, kann diese aber ergänzen.

Welche Frequenzen werden im Notfunk genutzt?
Es gibt empfohlene Amateurfunk-Frequenzen wie 145,500 MHz oder bestimmte Kurzwellenbereiche, die im Notfall als Aktivitätszentren dienen.

Gilt der Kurs als offizielles BOS-Training?
Nein, dieser Kurs dient nicht als BOS-Training.


Kontakt und Hinweis

Notfunk Deutschland e.V. – Pressestelle
Website: https://notfunk-deutschland.de
E-Mail: info@notfunk-deutschland.de

Weitere Details zur Anmeldung und zum Kursprogramm veröffentlicht der Verein auf der offiziellen Veranstaltungsseite.